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Schenken Sie den Menschen Freude!

Die fantastische Geschichte der Person und des Künstlers Bjørn Wiinblad

Bjorn

Vom Illustrator zum kosmopolitischen Multikünstler

Bjørn Wiinblad wurde 1918 in Kopenhagen geboren. Schon sehr früh zeigte sich sein Talent, fantasievolle Welten zu erfinden und zu zeichnen. Im Alter von 17 Jahren begann er eine Lehre als Typograf, erkannte aber schnell, dass sein Interesse eher einer künstlerischen Laufbahn galt.

Sofort nach der Lehre wurde er an der Königlich Dänischen Kunstakademie im Fachbereich Grafik aufgenommen.

Obwohl Bjørn Wiinblad aus Kopenhagen kam und dort ausgebildet wurde, war sein Stil alles andere als dänisch. Und während in Dänemark der Funktionalismus wütete, ging Bjørn Wiinblad einen völlig anderen Weg mit gekräuselten Motiven, vielen Farben und romantischen Universen.

Schon bald widmete er sich neben dem Zeichnen auch der Keramik. Es heißt, seine Illustrationen der „Märchen aus 1001 Nacht“ hätten ihn dazu inspiriert, verschiedene Keramikgegenstände wie Vasen und Töpfe mit Motiven aus diesen Märchen zu entwerfen.

Wiinblad brachte sich unterschiedliche keramische Techniken bei, auf deren Grundlage er sein üppiges schöpferisches Talent und seine Freude auf „allen Plattformen“ entfaltete: Gobelins, Kompletteinrichtungen u. a. von Hotels, Grilltischen, Besteck, Porzellan und dazugehörigen Gläsern, Textilien, Plakaten u. v. a. m.

Wiinblad wechselte nicht zufällig von einem Objekt zum anderen. Es handelte sich vielmehr um einen kontinuierlichen Prozess, bei dem das eine Objekt auf das andere verwies und Wiinblads Neugierde diesen Flow noch verstärkte.

Bjørn wiinblad ornaments , fugl i rede

Ganz gleich auf welcher Plattform sich Wiinblad bewegte – sein Stil war stets klar wiederzuerkennen und unvergleichlich, und seine Lebensfreude „tanzte“ durch alle Produkte.

Bjørn wiinblad ornaments , skiller

Ein internationaler „Rockstar“

Wiinblads internationales Renommee ist mit dem Søren Kierkegaards oder des zeitgenössischen Künstlers Olafur Eliasson zu vergleichen. Doch im Unterschied zu Olafur Eliasson war Wiinblad in seinem Heimatland Dänemark künstlerisch nicht so anerkannt. Das galt jedoch nicht für andere Länder – so entwarf er in Japan, den USA und Deutschland komplette Hoteleinrichtungen und für den Schah von Persien unikales Geschirr.

1957 wurde Wiinblad Designchef der preisgekrönten deutschen Porzellanmarke Rosenthal, was ihm weiteren internationalen Ruhm einbrachte. Anlässlich der Einführung neuer Kollektionen reiste er gerne durch Europa, und die Menschen standen Schlange, um Gegenstände von Wiinblad signieren zu lassen. 

Wiinblad reiste selten alleine. Meist lud er andere dazu ein, ihm während der Reise Gesellschaft zu leisten.

Dass Wiinblad in Dänemark nicht die gleiche Anerkennung genoss, lag nicht nur an seinem völlig anderen und undänischen Stil, sondern auch daran, dass er mit seiner Kunst und seinen Produktionen sehr viel Geld verdiente.

Doch war es nicht das Geld, das den Künstler antrieb – das, was er verdiente, gab er für Reisen, Feste, Antiquitäten, Kunst u. a. aus.

Wiinblad wurde häufig von jungen Künstlern aus Kopenhagen zu Vernissagen eingeladen, da sie wussten, dass er immer gerne etwas kaufte.

Wirklich wichtig war es ihm, seiner extremen Schaffensfreude freien Lauf zu lassen und sie durch seine vielfältigen Produktionen bei möglichst vielen Menschen zu verbreiten.

Wiinblad war ein Unikat und über alles erhaben – obwohl vom Kopenhagener Künstlerparnass auch kritische Töne zu hören waren.

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Wiinblad erobert die Theaterbühne

Wiinblad hatte eine besondere Leidenschaft für das Theater, wo er experimentieren und seine sprudelnde Fantasie im großen Maßstab entfalten konnte.

Insbesondere dem Ballett und der Oper galt sein Interesse, und an seinen lebhaften Abendgesellschaften nahmen auch bekannte Schauspieler und Theaterdirektoren teil. Wiinblad kreierte die fantastischsten und schönsten Komplettlösungen mit durchgehendem Thema für Szenografie, Kostüme, Plakate u. a. – sowohl in Dänemark als auch im Ausland.

Bekannte Inszenierungen unter seiner Beteiligung waren: „Der Nussknacker“, „Der Schweinehirt“ und „Romeo und Julia“. Und um den Kreis zu schließen, flossen die Anregungen aus der Welt des Theaters natürlich auch in Wiinblads Figuren ein.

C 2

Die Frauen – ein durchgehendes Motiv

Die Frauen waren ein durchgehendes Motiv in Bjørn Wiinblads Universum und Produktion.

Seine Frauen brachten vielfältige Gefühlsnuancen zum Ausdruck, und ihre Augen – und nicht zuletzt ihr Blick – waren stets etwas Besonderes. Normalerweise schauten sie offen und neugierig drein, aber auch niedergeschlagen, traurig oder mystisch.

Die Augen hatten eine ganz besondere Bedeutung für Wiinblad und er malte sie stets selbst, obwohl er viele Angestellte hatte. Die Persönlichkeit der Frauen drückte er auch durch wilde Köpfe und seltsame, rosenkohlartige Ohren, kurze Arme, kleine Brüste und eckige Nasen aus. Sie waren eben echte „Wiinblads“.

Wiinblad gab ihnen schöne Namen: Eva, Cæcilia, Bolette, Celestine, Dyveke und viele andere.

 

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Der fleißige Arbeitgeber Wiinblad

Bjørn Wiinblad arbeitete immer und schlief sehr wenig. Die Arbeit verlieh ihm neue Energie.

Ideen und Produktionen sprudelten nur so, und durch seine zahlreichen Kontakte und seine große Schaffensfreude ließ er sich zu übermäßigen Versprechungen hinreißen. Gleichzeitig war er sehr ehrgeizig. „Es wird einem nichts geschenkt“ bekamen seine Angestellten häufig zu hören. 

Wiinblad hatte aber Freiraum genug, um kreativ zu sein, da sich viele Angestellte um die Formung und Bemalung sowie seinen Haushalt kümmerten.

Das bedeutete jedoch nicht, dass Wiinblad den künstlerischen Prozess nicht persönlich und engagiert begleitete. Seine kindliche Freude kam dadurch zu Ausdruck, dass er fast immer der Meinung war, seine jeweils letzte Kreation sei seine beste gewesen – um dann schnell zum nächsten Projekt weiterzugehen!

Bjørn Wiinblad

Die Geschichte des weltberühmten dänischen Künstlers und Illustrators Bjørn Wiinblad ist die Geschichte eines schaffensfrohen Multikünstlers, der sich die Welt zu Füßen legte.

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